Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust

Eine neue Website ist schnell gebaut. Die Sichtbarkeit, die du dir über Jahre erarbeitet hast, ist es nicht. Diese Checkliste zeigt dir, wo Rankings beim Relaunch verloren gehen, wie du jede alte Adresse rettest und woran du in den ersten Wochen erkennst, ob alles gut gegangen ist.

Kurz gesagt

Rankings gehen bei einem Relaunch nicht durch das neue Design verloren, sondern durch verschwundene Adressen. Sichere vor dem Start alle URLs, Klicks und Positionen, leite jede alte Adresse per 301 auf ihr inhaltliches Gegenstück, übernimm die Texte, die dich sichtbar machen, und prüfe am Launchtag als Allererstes, ob die Sperre für Suchmaschinen entfernt wurde. Eine Schwankung von zwei bis vier Wochen ist normal. Ein dauerhafter Einbruch ist immer ein Fehler, kein Schicksal.

Die kurze Antwort: Warum der Traffic verschwindet

Google merkt sich nicht deine Website, sondern einzelne Adressen. Für jede dieser Adressen hat die Suchmaschine über Monate oder Jahre eine Bewertung aufgebaut: Wie oft wurde sie geklickt, wer verlinkt darauf, wie gut passt sie zu welcher Suchanfrage. Diese Bewertung hängt an der URL, nicht an deinem Logo und nicht an deinem Layout.

Bei einem Relaunch ändern sich fast immer die Adressen. Aus deine-firma.de/leistungen/badsanierung.html wird deine-firma.de/badsanierung. Wenn niemand Google sagt, dass diese beiden Adressen dieselbe Sache meinen, dann sieht die Suchmaschine nur zweierlei: eine Seite, die es plötzlich nicht mehr gibt, und eine völlig neue Seite ohne Vorgeschichte. Die alte Bewertung ist damit weg.

Genau hier entsteht der gesamte Schaden. Nicht im Design, nicht in der Technik, sondern in dem Moment, in dem alte Adressen ins Leere laufen. Ein guter Relaunch ist deshalb zu einem großen Teil Buchhaltung: Jede Adresse von vorher braucht ein Ziel von nachher.

Wann sich ein Relaunch lohnt und wann nicht

Bevor du Geld in die Hand nimmst, klär die wichtigste Frage: Brauchst du wirklich eine neue Website oder eigentlich nur eine bessere? Ein Relaunch ist ein Projekt mit Risiko. Eine Überarbeitung ist es nicht.

Deine SituationEmpfehlungWarum
Seite funktioniert auf dem Handy nichtRelaunchÜber die Hälfte deiner Besucher kommt mobil, das lässt sich nicht nachrüsten
Technik veraltet, Updates laufen nicht mehrRelaunchSicherheitsrisiko, das mit jedem Monat größer wird
Design passt nicht mehr zum UnternehmenRelaunchDer erste Eindruck entscheidet in wenigen Sekunden
Niemand kann Inhalte selbst pflegenRelaunchEine Seite, die niemand ändern kann, veraltet garantiert
Texte sind veraltet oder zu dünnÜberarbeitungNeue Inhalte gehen auch auf der bestehenden Seite
Seite lädt zu langsamÜberarbeitungMeist reichen Bilder, Skripte und Hosting anzufassen
Zu wenige Anfragen trotz BesuchernÜberarbeitungOft fehlt nur eine klare Handlungsaufforderung
Du wirst bei Google nicht gefundenÜberarbeitungEin neues Design allein ändert daran nichts

Der letzte Punkt ist der häufigste Irrtum überhaupt. Viele bestellen eine neue Website, weil sie nicht gefunden werden. Ein Relaunch verbessert die Sichtbarkeit aber nur dann, wenn die alte Seite technisch im Weg stand. Woran es sonst liegt, steht ausführlich im Ratgeber Bei Google gefunden werden.

Drei Arten von Relaunch, drei Risikostufen

Nicht jeder Relaunch ist gleich gefährlich. Das Risiko hängt fast ausschließlich davon ab, wie viel sich an den Adressen und an der Struktur ändert.

Neues Design

Geringes Risiko
  • URLs bleiben gleich
  • Inhalte bleiben erhalten
  • Kaum Weiterleitungen nötig
  • Sichtbarkeit stabil

Neue Struktur

Mittleres Risiko
  • Adressen ändern sich
  • Seiten werden zusammengelegt
  • Weiterleitungsplan zwingend
  • Delle von 2 bis 4 Wochen

Neue Domain

Hohes Risiko
  • Alles ändert sich auf einmal
  • Umzug in Search Console melden
  • Fehler schwer zuzuordnen
  • Erholung 8 bis 12 Wochen

Die Lehre daraus ist unspektakulär, aber wirksam: Ändere nur so viel, wie du wirklich ändern musst. Wenn deine bisherigen Adressen sauber und lesbar sind, behalte sie. Eine hübschere URL ist kein Gegenwert für verlorene Rankings.

Die acht Fehler, die Sichtbarkeit kosten

In der Praxis wiederholen sich die Ursachen für Traffic-Einbrüche immer wieder. Diese acht decken den Großteil aller Fälle ab, und alle acht sind vermeidbar.

  1. Die Sperre für Suchmaschinen bleibt live. Während der Entwicklung wird die neue Seite auf noindex gesetzt oder per robots.txt gesperrt. Geht diese Einstellung mit online, verschwindet die Website innerhalb von Tagen komplett aus Google. Das ist der teuerste Fünf-Minuten-Fehler der Branche.
  2. Alte Adressen laufen ins Leere. Ohne Weiterleitung landen Besucher und Google auf einer Fehlerseite. Jede solche Adresse ist verlorene Arbeit, und externe Links darauf verpuffen.
  3. Alles wird pauschal auf die Startseite geleitet. Bequem, aber wirkungslos. Google behandelt eine Weiterleitung auf ein thematisch unpassendes Ziel wie eine Fehlerseite und überträgt dabei keine Bewertung.
  4. Beim Aufräumen fliegen die falschen Texte raus. Genau die ausführlichen Seiten, die niemand mehr schön fand, brachten oft den meisten Traffic. Kürzen ist gut, Löschen ohne Blick in die Zahlen ist gefährlich.
  5. Seitentitel und Überschriften werden neu erfunden. Wer aus Elektriker in Dortmund plötzlich Unsere Philosophie macht, verliert den Bezug zur Suchanfrage, für die er gefunden wurde.
  6. Die interne Verlinkung geht verloren. Alte Seiten verwiesen aufeinander und haben sich damit gegenseitig gestärkt. Eine neue Seite mit lauter Sackgassen macht es Google schwerer zu verstehen, was wichtig ist.
  7. Die neue Seite ist langsamer als die alte. Große Bilder, ein Slider auf der Startseite und ein Dutzend Skripte fressen jeden Designgewinn wieder auf, auf dem Handy zuerst.
  8. Nach dem Launch schaut niemand mehr hin. Die meisten Relaunch-Schäden wären in Woche eins reparierbar gewesen. Bemerkt werden sie oft erst im Quartalsgespräch.
Aus der Praxis

Wenn eine Seite nach einem Relaunch plötzlich unsichtbar ist, prüfe immer zuerst zwei Dateien, bevor du irgendetwas anderes untersuchst: die robots.txt und das Meta-Tag robots im Quelltext. In etwa jedem dritten Fall ist die Ursache schon gefunden.

Die Bestandsaufnahme: der wichtigste Tag im Projekt

Alles, was du nach dem Launch retten willst, musst du vorher gesichert haben. Die Bestandsaufnahme kostet einen halben bis einen ganzen Tag und ist die günstigste Versicherung des gesamten Projekts. Erledige sie, bevor die erste Zeile Code entsteht.

01Alle URLs exportierenVollständige Liste jeder erreichbaren Adresse, inklusive Bildern und PDFs.
02Klicks und Positionen sichernIn der Google Search Console 16 Monate Leistungsdaten je Seite exportieren.
03Top-20-Seiten markierenDie Seiten, die den meisten Traffic bringen, sind ab jetzt unantastbar.
04Externe Links prüfenWelche Unterseiten sind von außen verlinkt? Die brauchen zwingend ein Ziel.
05Titel und Beschreibungen sichernSeitentitel und Meta-Beschreibungen aller Seiten als Tabelle festhalten.
06Benchmark notierenKlicks, Impressionen, Anfragen der letzten drei Monate als Vergleichswert.
07Vollbackup anlegenDateien und Datenbank der alten Seite, offline gespeichert, nicht nur beim Hoster.
08Ladezeit messenAusgangswert festhalten, damit du nach dem Launch vergleichen kannst.

Für die Punkte eins und acht brauchst du keine teuren Werkzeuge. Die Google Search Console ist kostenlos und liefert dir unter Leistung und Seitenindexierung alles Nötige. Für den vollständigen URL-Export reicht ein Crawler wie Screaming Frog, der bis 500 Adressen kostenlos arbeitet und damit für die meisten Firmenwebsites ausreicht.

Jede Seite bekommt eine Entscheidung

Geh die exportierte Liste durch und schreib hinter jede Adresse genau eines von vier Wörtern. Diese Tabelle ist später dein Weiterleitungsplan.

EntscheidungWannWas passiert
BehaltenSeite bleibt inhaltlich bestehenGleiche URL beibehalten, wenn möglich
UmziehenInhalt bleibt, Adresse ändert sich301 auf die neue Adresse
ZusammenlegenMehrere dünne Seiten werden eine gute301 aller alten auf die neue Sammelseite
LöschenKein Traffic, keine Links, kein Inhalt410 setzen, damit Google sie zügig entfernt

Löschen ist ausdrücklich erlaubt. Zwanzig dünne Seiten durch fünf gute zu ersetzen ist meistens ein Gewinn. Der Unterschied zwischen einem gelungenen und einem missratenen Relaunch ist nicht, ob Seiten verschwinden, sondern ob es eine bewusste Entscheidung war.

301-Weiterleitungen richtig setzen

Die 301-Weiterleitung ist das wichtigste Werkzeug des ganzen Projekts. Sie sagt Browser und Suchmaschine: Diese Adresse ist dauerhaft umgezogen, bitte übernimm alles, was du über sie weißt, auf das neue Ziel.

  • Immer 301, niemals 302. Eine 302 bedeutet vorübergehend, und Google behält dann die alte Adresse im Index. In einem Relaunch ist das falsch.
  • Ziel muss inhaltlich passen. Die alte Seite über Badsanierung gehört auf die neue Seite über Badsanierung, nicht auf die Startseite und nicht auf eine allgemeine Leistungsübersicht.
  • Keine Ketten bauen. Wenn A auf B und B auf C zeigt, leite A direkt auf C. Ketten kosten Ladezeit und werden ab einer gewissen Länge nicht mehr vollständig verfolgt.
  • Auch Nicht-Seiten bedenken. PDFs, Bilder und alte Kategorieadressen sind ebenfalls URLs und ebenfalls verlinkt.
  • Konsistent auf eine Version. Entscheide dich für https und für mit oder ohne www und leite alle anderen Varianten dorthin.
  • Mindestens zwölf Monate stehen lassen. Besser dauerhaft. Weiterleitungen kosten nichts und schaden nicht.

Auf einem klassischen Apache-Server, wie ihn die meisten deutschen Hoster einsetzen, landen die Regeln in der Datei .htaccess im Hauptverzeichnis. So sieht ein sauberer Block aus:

.htaccess
# Nur einmal aktivieren
RewriteEngine On

# Alles auf https und ohne www vereinheitlichen
RewriteCond %{HTTPS} off [OR]
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^www\. [NC]
RewriteRule ^(.*)$ https://deine-firma.de/$1 [R=301,L]

# Einzelne Seiten umziehen (alte Adresse, neue Adresse)
Redirect 301 /leistungen/badsanierung.html /badsanierung
Redirect 301 /leistungen/heizung.html      /heizungsbau
Redirect 301 /ueber-uns.php               /team

# Seite ersatzlos entfernt: 410 statt 404
Redirect 410 /aktion-sommer-2019

Ein Detail, das gern übersehen wird: Redirect arbeitet mit Adressanfängen. Die Zeile Redirect 301 /team /ueber-uns erwischt deshalb auch /team-fotos und /teamevent-2024. Nimm bei kurzen Adressen lieber die genaue Variante RedirectMatch 301 ^/team$ /ueber-uns, dann passiert genau das, was du willst. Bei WordPress oder einem anderen CMS übernimmt diese Arbeit ein Weiterleitungs-Plugin, die Regeln bleiben dieselben.

Mein Tipp

Teste den Weiterleitungsplan, bevor die neue Seite live geht. Nimm deine zwanzig wichtigsten alten Adressen, ruf sie nach dem Launch einzeln auf und prüfe, ob du auf der inhaltlich richtigen Seite landest. Zwanzig Minuten Arbeit, die dir Monate an Sichtbarkeit sichern.

Der Fahrplan in zwölf Schritten

So läuft ein Relaunch ab, bei dem am Ende niemand nervös auf die Zahlen schaut. Die Reihenfolge ist wichtiger, als sie aussieht.

  1. Ziel festlegen. Schreib in einem Satz auf, was der Relaunch messbar verbessern soll. Ohne Ziel gibt es später kein Urteil über Erfolg.
  2. Bestandsaufnahme machen. URLs, Rankings, Klicks, Links und Backup sichern, wie oben beschrieben.
  3. Inhalte bewerten. Jede Seite bekommt behalten, umziehen, zusammenlegen oder löschen.
  4. Struktur planen. Neue Navigation und Seitenaufbau festlegen, bevor gestaltet wird.
  5. Weiterleitungsplan schreiben. Zwei Spalten, alte Adresse und neues Ziel, vollständig für jede Zeile aus Schritt drei.
  6. Testumgebung aufsetzen. Neue Seite entsteht geschützt, am besten hinter einem Passwort, damit sie gar nicht erst in den Index gerät.
  7. Inhalte übertragen. Rankende Texte, Überschriften und Seitentitel sinngemäß übernehmen und nur dort neu schreiben, wo nichts zu verlieren ist.
  8. Technik prüfen. Ladezeit, Darstellung auf dem Handy, Formulare, strukturierte Daten und interne Verlinkung durchgehen.
  9. Vorab-Kontrolle. Weiterleitungsplan auf Lücken, Ketten und Schleifen prüfen, Sitemap und robots.txt vorbereiten.
  10. Launch. Neue Seite aufschalten, Weiterleitungen aktivieren, Passwortschutz und noindex entfernen. In dieser Reihenfolge.
  11. Sofortkontrolle. robots.txt aufrufen, Quelltext auf noindex prüfen, Sitemap in der Search Console einreichen, zwanzig alte Adressen testen.
  12. Nachsorge. Vier bis acht Wochen wöchentlich in die Zahlen schauen und gezielt nachbessern.

Schritt zehn hat eine bewusste Reihenfolge: Erst die Weiterleitungen, dann die Freigabe für Suchmaschinen. Wer die neue Seite freigibt, bevor die Weiterleitungen stehen, schickt Google für ein paar Stunden auf lauter Fehlerseiten. Das lässt sich vermeiden.

Die ersten 30 Tage nach dem Launch

Der Launch ist nicht das Ende des Projekts, sondern der Beginn der wichtigsten Phase. Wer hier hinschaut, findet Fehler, solange sie noch billig sind.

ZeitpunktWas du prüfstWas normal ist
Launchtagrobots.txt, noindex, Sitemap, 20 alte Adressen, FormulareAlles muss sofort stimmen
Tag 2 bis 7Fehlerbericht der Search Console auf 404-SeitenEinzelne Fehler, die du täglich nachträgst
Woche 2Indexierte Seiten, erste PositionsverschiebungenSchwankungen von 10 bis 20 Prozent
Woche 3 bis 4Klicks im Vergleich zum Benchmark, LadezeitRückkehr Richtung Ausgangsniveau
Woche 5 bis 8Positionen der wichtigsten Suchbegriffe, AnfragenStabil oder besser als vorher

Eine kurze Delle direkt nach dem Launch ist normal und kein Grund zur Sorge. Google muss jede neue Adresse erst besuchen, verstehen und einordnen. Bei kleineren Websites dauert das Tage, bei größeren Wochen.

Alarmierend wird es, wenn nach vier Wochen mehr als dreißig Prozent der Klicks fehlen oder die Search Console hunderte Fehlerseiten meldet. Dann liegt in aller Regel ein handfester technischer Fehler vor, meist einer aus der Liste weiter oben. Die gute Nachricht: Fast alle diese Fehler lassen sich nachträglich beheben, und die Rankings kommen zurück. Je früher, desto vollständiger.

Drei Beispiele aus der Praxis

Wie unterschiedlich Relaunches ausgehen, zeigen diese drei typischen Fälle. Die Zahlen sind Richtwerte aus vergleichbaren Projekten, keine Garantie.

Sauber vorbereitet

Handwerksbetrieb, 40 Seiten

Alte Seite technisch am Ende, Struktur auf zwölf gute Seiten verdichtet. Vollständiger Weiterleitungsplan, Texte übernommen. Nach fünf Wochen wieder auf Ausgangsniveau, danach durch bessere Ladezeit darüber.

+38 %Klicks nach 6 Monaten
Ohne Plan gestartet

Dienstleister, Relaunch über Nacht

Neue Seite live, alte Adressen ersatzlos gelöscht, alles auf die Startseite geleitet. Der Einbruch fiel erst nach sechs Wochen auf. Reparatur war möglich, hat aber vier Monate gekostet.

-61 %Klicks nach 8 Wochen
Mit Domainwechsel

Praxis nach Umfirmierung

Neuer Name, neue Domain, neue Seite. Umzug in der Search Console gemeldet, alle Adressen dauerhaft weitergeleitet, alte Domain bewusst behalten. Zehn Wochen Geduld, dann stabil.

±0 %Klicks nach 3 Monaten

Der Unterschied zwischen dem ersten und dem zweiten Beispiel war kein Budget und kein Talent. Es war eine Tabelle mit zwei Spalten, die im einen Fall existierte und im anderen nicht. Was ein solches Projekt insgesamt kostet, kannst du im Ratgeber Was kostet eine Website nachlesen. Ein Relaunch liegt in derselben Größenordnung, plus einem überschaubaren Aufschlag für Bestandsaufnahme und Nachkontrolle.

Was du vom Angebot verlangen solltest

Wenn du den Relaunch machen lässt, erkennst du an drei Punkten im Angebot, ob dein Gegenüber weiß, was es tut.

  • Ist eine Bestandsaufnahme mit Weiterleitungsplan ausdrücklich als Position aufgeführt?
  • Wer prüft am Launchtag Indexierbarkeit, Weiterleitungen und Sitemap, und ist das eingepreist?
  • Gibt es eine Nachkontrolle in den ersten vier bis acht Wochen, oder endet die Zusammenarbeit mit dem Livegang?

Fehlen alle drei Punkte, bekommst du ein neues Design und ein offenes Risiko. Wie ich das in meinen Projekten handhabe, siehst du auf den Seiten zu Webdesign in Dortmund und Webdesign in Bochum.

Häufige Fragen zum Website-Relaunch

Die Fragen, die vor jedem Relaunch kommen.

Verliere ich bei einem Relaunch immer meine Rankings?+

Nein. Ein Rankingverlust ist kein Naturgesetz, sondern fast immer die Folge fehlender Weiterleitungen, gelöschter Inhalte oder einer vergessenen Sperre für Suchmaschinen. Wenn alle alten URLs sauber per 301 auf passende neue Ziele zeigen und die rankenden Inhalte erhalten bleiben, ist eine kurze Schwankung von zwei bis vier Wochen normal, ein dauerhafter Einbruch aber nicht.

Wie lange dauert es, bis sich die Rankings nach dem Relaunch erholen?+

Bei einem sauber vorbereiteten Relaunch siehst du in den ersten zwei bis vier Wochen leichte Schwankungen, danach pendeln sich die Positionen wieder ein. Nach vier bis acht Wochen solltest du wieder auf dem Ausgangsniveau sein. Bei einem zusätzlichen Domainwechsel dauert es eher acht bis zwölf Wochen. Sinkt der Traffic nach vier Wochen immer noch um mehr als dreißig Prozent, liegt ein technischer Fehler vor, der sich meist finden und beheben lässt.

Was ist eine 301-Weiterleitung und warum ist sie so wichtig?+

Eine 301-Weiterleitung sagt Browser und Suchmaschine, dass eine Adresse dauerhaft umgezogen ist. Google überträgt dabei die aufgebaute Bewertung der alten Seite auf die neue. Ohne 301 landen Besucher und Google auf einer Fehlerseite, und die gesamte Arbeit, die in dieser URL steckte, ist verloren. Eine 302-Weiterleitung signalisiert dagegen nur einen vorübergehenden Umzug und gehört nicht in einen Relaunch.

Muss ich wirklich jede alte URL weiterleiten?+

Jede URL, die Besucher bringt, extern verlinkt ist oder im Google-Index steht, braucht ein Ziel. Das sind bei kleineren Websites erfahrungsgemäß siebzig bis neunzig Prozent aller Adressen. Seiten ohne Klicks, ohne Links und ohne Inhalt darfst du bewusst auf 410 setzen, damit Google sie schnell aus dem Index nimmt. Der Fehler ist nicht, einzelne Seiten zu löschen, sondern es unbewusst zu tun.

Darf ich alle alten Seiten einfach auf die Startseite weiterleiten?+

Nein, das ist einer der teuersten Fehler überhaupt. Google wertet eine Weiterleitung auf ein thematisch unpassendes Ziel als weiche Fehlerseite und überträgt dabei keine Bewertung. Jede alte URL gehört auf die inhaltlich nächstliegende neue Seite. Erst wenn es wirklich kein passendes Gegenstück gibt, ist die Startseite oder eine Übersichtsseite die Notlösung.

Kann ich meine URLs beim Relaunch einfach beibehalten?+

Ja, und wenn die bestehende Struktur sinnvoll ist, solltest du genau das tun. Gleiche URLs bedeuten keine Weiterleitungen, kein Risiko und keine Wartezeit auf die neue Bewertung. URLs zu ändern lohnt sich nur, wenn die alte Struktur unlesbar ist, Parameter enthält oder inhaltlich falsch aufgebaut ist. Schönheit allein ist kein guter Grund für eine neue Adresse.

Was ist der häufigste Fehler beim Website-Relaunch?+

Die vergessene Sperre für Suchmaschinen. Während der Entwicklung wird die Testseite auf noindex gesetzt oder in der robots.txt gesperrt, damit sie nicht im Index landet. Geht diese Einstellung mit live, verschwindet die komplette Website innerhalb weniger Tage aus Google. Der Fehler ist in fünf Minuten behoben, kostet aber schnell mehrere Wochen Sichtbarkeit, wenn ihn niemand bemerkt.

Wie lange müssen die Weiterleitungen aktiv bleiben?+

Mindestens zwölf Monate, besser dauerhaft. Google braucht je nach Größe der Seite Wochen bis Monate, um alle neuen Adressen zu übernehmen. Außerdem existieren externe Links, Lesezeichen, Visitenkarten und alte E-Mails oft noch Jahre später. Weiterleitungen kosten nichts und verursachen keinen Schaden, deshalb gibt es selten einen Grund, sie wieder zu entfernen.

Was kostet ein Website-Relaunch?+

Ein Relaunch liegt preislich in derselben Größenordnung wie eine neue Website, also etwa 1.500 bis 3.500 Euro für einen Onepager und 4.000 bis 12.000 Euro für eine mehrseitige Firmenwebsite. Dazu kommt der Aufwand für Bestandsaufnahme, Weiterleitungsplan und Nachkontrolle, meist einige hundert Euro. Genau dieser Posten ist der günstigste Teil des Projekts und verhindert den teuersten Schaden.

Wann lohnt sich ein Relaunch und wann reicht eine Überarbeitung?+

Ein kompletter Relaunch lohnt sich, wenn die Seite technisch veraltet ist, auf dem Handy nicht funktioniert, das Design nicht mehr zum Unternehmen passt oder die Pflege zur Qual geworden ist. Geht es nur um neue Texte, bessere Bilder, mehr Anfragen über ein klareres Kontaktformular oder eine schnellere Ladezeit, ist eine gezielte Überarbeitung schneller, günstiger und risikoärmer.

Soll ich beim Relaunch auch die Domain wechseln?+

Nur wenn es einen echten Grund gibt, etwa eine Umfirmierung oder eine Namensänderung. Ein Domainwechsel und ein Relaunch sind zwei getrennte Risiken, und wer beides gleichzeitig macht, kann bei Problemen nicht mehr unterscheiden, woran es lag. Wenn beides sein muss, gehört der Umzug in der Google Search Console über die Adressänderung angemeldet und alle alten Adressen brauchen eine dauerhafte Weiterleitung.

Muss ich beim Relaunch alle Texte neu schreiben?+

Nein, und oft ist genau das der Fehler. Texte, die aktuell Besucher über Google bringen, sind bewiesenes Kapital. Kürze und strukturiere sie, aber wirf die Begriffe und Themen nicht heraus, für die du gefunden wirst. Neue Texte gehören auf neue Seiten und auf jene alten Seiten, die ohnehin niemand findet.

Wie lange dauert ein Website-Relaunch insgesamt?+

Für einen Onepager solltest du drei bis vier Wochen einplanen, für eine mehrseitige Firmenwebsite sechs bis zehn Wochen. Bestandsaufnahme und Weiterleitungsplan brauchen davon etwa eine Woche. Die Nachkontrolle läuft danach noch vier bis acht Wochen mit, ist aber kein Vollzeitaufwand, sondern ein wöchentlicher Blick in die Zahlen.

Kostenlos & unverbindlich

Relaunch geplant? Lass uns vorher reden.

Schick mir die Adresse deiner aktuellen Seite. Du bekommst innerhalb von 24 Stunden eine ehrliche Einschätzung, ob sich ein Relaunch lohnt, worauf du achten musst und was er kosten würde.

Kostenloses Erstgespräch → kontakt@marvingrewe.de